Pellet-Kaminofen

Ein Pellet-Kaminofen unterscheidet sich im Grundsatz größtenteils durch den Brennstoff, der verheizt wird. Dabei handelt es sich um Sägenebenprodukte, also Produkte aus Holz. Diese Holzspänen werden zu ca. 20-40 mm großen „Pellets“ gepresst, wobei man ab einer Größe von 25 mm Durchmesser von „Holzbriketts“ spricht. Brennstoffpellets können auch aus anderen Reststoffen hergestelllt werden, da wären beispielsweise die Torfpellets, Pellets aus Kokosnussschalen und Strohpellets.

Wie funktioniert ein Pellet-Kaminofen?

Der Pellet-Kaminofen funktioniert nicht anders, als herkömmliche Kaminöfen, er hat einen Feuerraum in dem die Brennstoffe verheizt werden und mit Konvektionswärme an den Raum abgegeben wird. Das Besondere ist allerdings, dass die Elektronik im Pellet-Kaminofen einen automatischen Betrieb bietet. Es besteht die Möglichkeit, das Gerät auf eine gewünschte Temperatur voreinzustellen. Der Pellet-Kaminofen wird dann so lange heizen, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist und schaltet dann ab bzw. heizt wieder nach um die Temperatur zu halten. Per Zeitschaltung kann der Pellet-Kaminofen auch zu vorbestimmten Zeiten völlig automatisch einheizen bzw. den Betrieb einstellen.

Der Pellet-Kaminofen hat in der Regel einen Vorratstank, in welchen die Pellets gefüllt werden. Eine moderne Fördermechanik sorgt dann dafür, dass die Pellets kontrolliert in die Brennvorrichtung (Brennmulde) fallen und per Zünddraht entflammt werden. Ein integriertes Gebläse sorgt für eine permanente Frischluftzufuhr. Wie bei einem wasserführenden Kaminofen kann auch bei einem Pellet-Kaminofen ein Wassertank integriert werden, um die überschüssige Energie in die Zentralheizung einzuspeisen. Hier gibt es keine Unterschiede zur Funktionsweise, bis auf den Brennstoff und die Automatisierung gibt es kaum Unterschiede.

Die Vorteile eines Pellet-Kaminofens

Ein großer Vorteil ist, dass der Brennstoff, also die Pellets, keinen Schmutz verursachen wie es zum Beispiel bei Kohle oder Brennholz der Fall ist. Die Beschaffung und Lagerung des Brennstoffs ist eine komfortable Angelegenheit. Pellets gibt es in jedem Baumarkt in verschiedensten Formen. Man kann diese lose kaufen, also genau die Menge, die gewollt ist, oder man kauft diese als Sackware. Wichtig bei der Lagerung ist, dass die Pellets von jeglicher Feuchtigkeit ferngehalten werden, sollte dies nicht verhindert werden, verlieren die Pellets ihre Stabilität und zerfallen in der Folge. Werden Pellets in großen Mengen, in so genannten Sacksilos, gelagert, kann die Menge durchaus ein Gewicht von bis zu sieben Tonnen auf die Waage bringen. Ein weiterer Vorteil ist der Preis, der für die Pellets verlangt wird. Da es sich um „Holzabfälle“ handelt, haben diese einen niedrigeren Preis, als andere Brennstoffe. Hierbei ist zu beachten, dass je mehr Pellets auf einmal abgenommen werden, umso günstiger der Preis ist.

Bei Pellets auf Qualität achten

Probleme bei der Qualität des Brennstoffs kann es hinsichtlich des Zustandes der einzelnen Pellets geben. Fehler während der Lagerung lassen sich darauf zurückführen, dass die Pellets bröseln. Dies kann ein Indiz dafür sein, dass bei der Lagerung nicht streng genug auf eine feuchtigkeitsfreie Umgebung geachtet wurde. Wichtig ist auch, dass der Holzstaubgehalt, der durch die Reibung der Pellets untereinander entsteht, möglichst gering ausfällt. Die europäische Norm schreibt einen Holzstaubanteil von maximal einen Prozent vor. Eine Statistik des Deutschen Energie und Pelletverbandes (DEPV) zeigt, dass bei über 45 % der Heizungsstörungen, Holzstaubpartikel von Pellets die Ursache sind. Die Qualität des Brennstoffs sollte deshalb bei den Verbrauchern immer höhere Priorität haben, als der Preis.