Kaminofen einheizen und sparen

Ein guter Kaminofen gibt die Wärme durch Strahlung und Konvektion ab. Beide Varianten beeinflussen das Klima, welches uns umgibt. Der Unterschied ergibt sich nicht vom Ursprung der Energiequelle, sondern von der „Oberfläche“ die die Strahlung abgibt. Man unterscheidet hierbei zwischen Strahlungswärme und Konvektionswärme.

Definition Strahlungswärme:
Die angenehme Wärme, die Sie auf Ihrem Gesicht spüren ist die Strahlungswärme. Die spürbare Wärme entsteht natürlich nur, wenn Sie mit dem Kaminofen einheizen. Diese Infrarotstrahlung wird entweder durch die Verbrennung direkt (z.B. durch das Türglas) oder durch die erwärmten Ofenteile indirekt abgegeben. Die Strahlungswärme ist ein typisches Merkmal für Kachelöfen. Sie erwärmt die bestrahlten Objekte und verteilt so eine angenehme Wärme im ganzen Raum. Im Vergleich zur Konvektion ist dies die gesündere und kostengünstigere Variante.

Definition Konvektionswärme:
Die Konvektionswärme führt die Raumluft durch einen Konvektionskanal am warmen Ofenbrennraum vorbei und erwärmt sie. Die So erhitzte Luft verlässt den Kaminofen durch Schlitze oder andere Öffnungen. Die erhitzte Luft sorgt für eine stetige Bewegung und verteilt Staubpartikel und Milben im ganzen Raum. Außerdem kann das Gefühl von zugluft entstehen, welches möglicherweise für unbehagen sorgen kann.

Durch eine Kombination von Konvektions- und Strahlungswärme wird mit einem Kaminofen ein sehr lebendiges und angenehmes Raumklima erzeugt. Die Ofenwärme wird dabei zugfrei und perfekt im Raum verteilt. Außerdem muss die Raumluft nicht befeuchtet werden. Auch der Kamineffekt tritt bei guten Kaminöfen nicht auf, denn die Wärme wird nicht durch den Schornstein verworfen.

Nachhaltigkeit und Umweltverschmutzung

Ein Thema, welches in Sachen Heizen immer wieder zu Tage kommt, ist der Umweltschutz. Um unseren Wohnraum zu beheizen, brauchen wir viel Energie. Die Erzeugung dieser Energie wird größtenteils durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Gas und Kohle bewerkstelligt. Fossile Brennstoffe haben allerdings zwei große Nachteile: Es gibt von ihnen keinen unerschöpflichen Vorrat. Sie werden auf kurz oder lang aufgebraucht sein, da diese viele millionen Jahre gebraucht haben entstehen zu können und wir sie innerhalb weniger Jahrhunderte verbrauchen werden. Ein anderer großer Nachteil ist, dass diese Brennstoffe maßgeblich zur Verschmutzung unserer Umwelt beitragen.

Ein großteil der Kaminöfen erzeugen dagegen Wärme mit einem nachwachsenden Rohstoff, nämlich Holz. Bei Erzeugung dieses Brennholzes, wird in Europa großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Es gibt also in Europa ein ausgeglichenes System von An- und Abbau. Derzeit kann sogar auf ein Überangebot an Brennholz zurückgegriffen werden, da durch die Durchforstung der Wälder mehr Schwachholz gefördert, als verkauft wird.

Ihr Feuerholz für den Kaminofen sollten Sie nicht überteuert im Supermarkt um die Ecke kaufen. Besser ist es, Sie beziehen dieses direkt vom Erzeuger. Das in grobe Scheitel zerlegte Holz sollte für ein bis drei Jahre luftig getrocknet werden. Falls dies nicht geschieht, bilden sich unter Umständen Aromate und Ruß, die den Schornstein zusetzen können. Außerdem wäre der Energieverbrauch bei ungetrocknetem Holz höher, da wertvolle Energie benötigt werden würde, um die Feuchtigkeit darin zu verkochen. Im direkten Vergleich zu Heizöl würde man mit 2 Kilogramm Brennholz im Kaminofen einen Liter einsparen.

Kaminöfen sind umweltschonend

Durch die Verbrennung von Holz wird in jedem Fall Kohlendioxid erzeugt und damit CO2 ausgestoßen. Folglich trägt diese Heizmethode ebenfalls zum Klimawandel bei. Bei der Verbrennung von Holz spricht man allerdings von einer Schadstoffneutralen Verbrennung. Damit ist gemeint, dass die Abgeholzten Bäume, durch neue Bäume ersetzt werden, die im Gegenzug angebaut werden. Diese Bäume nehmen das durch die Verbrennung freigesetzte Gas auf und es wird von ihnen gespeichert. Bei diesem Kreislauf spricht man von Nachhaltigkeit.