Kaminofen anschließen

Für die Aufstellung eines Kaminofens sind im Vorfeld schon einige Kriterien zu beachten. Nicht nur der richtige Aufstellungsort bzw. ein geeignetes Gerät, welches zum entsprechenden Kamin passt sollte beachtet werden, sondern gibt es auch Normen, auf deren Einhaltung zwingend geachtet werden muss. Um einen Kaminofen betreiben zu dürfen ist nach deutscher Kaminofennorm die DIN 18891 (bzw. europäische Norm DIN EN 13240) zu beachten und zu prüfen.

Voraussetzungen für die Installation eines Kaminofens

Eine Grundvoraussetzung, um überhaupt an die Aufstellung eines Kaminofens zu denken, ist ein vorhandener Schornstein, der die Abgase des Kaminofens ableitet. Da Schornstein nicht gleich Schornstein, und Kaminofen nicht gleich Kaminofen ist, muss erst geklärt werden, ob Schornstein und Kaminofen miteinander komartibel sind. Bei Zweifeln an der Eignung des Schornsteins sollte eine Schornsteinberechnung für Klarheit sorgen können. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, ist auch ein klärendes Gespräch, beispielsweise mit einem Schornsteinfegermeister, goldwert, dieser kann durch seine Kompetentz aufklären ob Sie überhaupt einen Kaminofen anschließen können. Der für den entsprechenden Kehrbezirk zuständige Schornsteinfegermeister prüft die Eignung des Schornsteins.
Ein großer Variantenreichtum macht die Auswal des richtigen Schornsteins für den Kaminofen nicht einfacher. Zur Auswahl stehen:
– doppelwandige Edelstahlschornsteine
(Sobald die Montage an einer Außenwand durchgeführt werden soll, muss der Schornstein doppelwandig sein. Auch die Wärmedämmung ist bei diesen Schornsteinen enorm effektiv. Sie sind sehr hitzebeständig (bis zu 600°C) und können nicht brennen. )
– Leichtbauschornsteine
(Diese Schornsteine zeichnen sich vor allem durch ihre leichtigkeit aus. Die Gewichteinsparung gegenüber gemauerten Schornsteinen kann bis zu 75% betragen. Sie bestehen aus einem Edelstahlinnenrohr und sind mit einem leichten Matereal z. B. Porenbeton oder Calciumsilikat ummantelt. Leichtbauschornsteine bestechen durch ihre einfachheit und sind meistens leicht zu montieren)
– gemauerte einschalige Schornsteine
(Diese Bauart stammt noch aus den 1970´ger Jahren und entspricht nicht mehr der der heutigen Abgastechnik. Sie haben kein innenliegendes Rohr und auch keine Dämmung. Meistens sind diese mit Leichtbetonstücken mit geringer Stärke gemauert. diese Schornsteine bieten keine Vorteile und birgt teilweise große Risiken für den Kaminofen-Betreiber)
– dreischalige Schornsteine mit Innenrohr
(Dieser Schornstein besteht aus einem Mantel, der in den meisten Fällen aus einem robusten und gut verarbeitetem Stein besteht, einer Dämmschicht die für hohe Effizienz sorgt und einem Innenrohr, welches üblicherweise aus Edelstahl gefertigt wird.)
– Luft-Abgas-Schornstein (Luft-Abgas-System)
(Diese Schornsteine gelten als die modernsten Systeme unserer Zeit. Hier werden erwärmte Abgase und die Zuluft getrennt voneinander geführt. Die Technik ermöglicht es, Restwärme zu entziehen, während die Abgase nach oben abgeführt werden.)

Das Zugverhalten

Ein wichtiges Thema bildet auch das Zugverhalten, dieses ist neben gutem Brennmatereal dafür verantwortlich, dass der Kaminofen ein einwandfreies Brennverhalten aufweist. Der Rauch, der sich durch das verbrennende Matereal entwickelt, wird in dem Schornstein nach oben abgeführt. Auch hier muss unterschieden werden, welche Kaminofenbauart zu welchem Schornstein kompartibel ist. Man unterscheidet Kaminöfen, die bei mehreren Feuerstätten einen gemeinsamen Schornstein nutzen, sowie Kaminöfen, die jeweils einen eigenen Schornstein benötigen. Sollte ersteres der Fall sein, sollten Sie prüfen, dass nicht zu viele Bewohner an einem Schornstein einen Kaminofen anschließen. Dabei können Sie entweder beim zuständigen Schornsteinfeger, bei Ihrer Hausverwaltung oder direkt bei den Nachbarn anfragen, solange die Anzahl der Parteien sich in Grenzen hält.

Richtige Positionierung und Abstände

Das erste Gebot zum Thema Kaminofen heißt auch hier: den Kaminkehrermeister in Anspruch nehmen. Natürlich sollte dieser schon vor dem Kauf des Kaminofens zu Rate gezogen werden, um sicher gehen zu können, dass der Anschluss überhaupt möglich ist. Wichtig sind nun die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände, je nach Ofenmodell können diese variieren. Angesetzt werden aber für gewöhnlich etwa 20 bis 60 cm Sicherheitsabstand für die Wände. Im Strahlungsbereich der Scheibe sollten es mindestens 80 cm zur nächsten Wand sein.
Der Fußboden, sofern deiser aus Brennbaren Stoffen besteht, muss durch einen Belag aus nichtbrennbaren Stoffen abgedeckt werden. Hierbei wird vorgegeben, dass der Belag mindestens 50 cm nach vorn und mindestens 30 cm zu den Seiten betragen muss. Diese Maße können je nach Bauart auch deutlich höher ausfallen.
Nachdem grünes Licht gegeben und der Standort des Kaminofens festgelegt wurde, können Sie den Kaminofen anschließen. Zuerst sollte die Position des Rauchrohranschlusses festgelegt werden. Dieser Anschluss verbindet den Kaminofen durch ein Verbindungsstück (Ofenrohr) mit dem Schornstein. Die Stärke des Ofenrohres beträgt in der Regel 0,6 mm. Bei der Installation des Ofenrohres ist ein Sicherheitsabstand von ca. 40 cm zur Wand einzuhalten. Sollte allerdings das Ofenrohr mit geeigneter Mineralwolle ummantelt sein, wäre ein Sicherheitsabstand von mindestens 10 cm ausreichend.